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Die verbale Flüssigkeit als Schlüssel zu einem längeren Leben bei älteren Menschen

1 Mai, 2025

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Fähigkeit, gut zu kommunizieren, ein Indikator für Langlebigkeit bei älteren Menschen sein kann.

Könnte dein Wortschatz der Schlüssel zu einem längeren Leben sein? Auch wenn es nicht darum geht, das Wörterbuch selbst zu lesen, hat eine in diesem Jahr veröffentlichte Studie eine überraschende Verbindung zwischen der verbalen Flüssigkeit und der Langlebigkeit gefunden. Laut dieser Forschung kann die Fähigkeit, sich auszudrücken und einen umfangreichen Wortschatz zu nutzen, dir helfen, länger zu leben.

Frühere Forschungen hatten bereits angedeutet, dass Intelligenz mit einem langen Leben verbunden ist, aber zu definieren, was Intelligenz ist, kann eine Herausforderung sein. Von Logik bis Selbstkenntnis ist Intelligenz ein facettenreiches Konzept. Die neue Studie, geleitet von Paolo Ghisletta von der Universität Genf, konzentriert sich auf einen entscheidenden Aspekt der Intelligenz: die Kommunikation.

Eine aufschlussreiche Studie über ältere Menschen in Berlin

Die Analyse basiert auf der Berlin Aging Study, einem interdisziplinären Projekt, das seit 1989 Personen im Alter von 70 bis 105 Jahren untersucht, die während des Kalten Krieges in Westberlin lebten. Mit 516 Teilnehmern wurden einige von ihnen über 18 Jahre hinweg verfolgt. Faktoren wie Zahngesundheit, Stress und wirtschaftliches Wohlbefinden wurden zusammen mit Tests zur verbalen Flüssigkeit berücksichtigt.

In dieser Studie wurden vier kognitive Fähigkeiten erfasst: verbale Flüssigkeit, Wahrnehmungsgeschwindigkeit, verbales Wissen und episodisches Gedächtnis. Es wurden verschiedene Tests durchgeführt, wie der, bei dem die Teilnehmer innerhalb von 90 Sekunden so viele Tiere wie möglich benennen sollten. Bei der Analyse dieser Ergebnisse entwickelten die Forscher ein computergestütztes Modell, um die Leistung mit dem Sterberisiko in Verbindung zu bringen.

Von all den bewerteten Fähigkeiten war die verbale Flüssigkeit die einzige, die eine signifikante Verbindung zur Langlebigkeit zeigte. Obwohl der Grund für diese Beziehung nicht ganz klar ist, könnte es sein, dass gutes Kommunizieren verschiedene Bereiche des Gehirns trainiert. Ghisletta erwähnt, dass kognitiver, emotionaler und körperlicher Rückgang oft Hand in Hand geht und dass die Aufmerksamkeit auf die verbale Flüssigkeit ein guter Indikator für das Wohlbefinden sein kann.

Daher teilen wir jedes Mal, wenn wir uns unterhalten, nicht nur Ideen, sondern trainieren auch unser Gehirn. Auch wenn das Lesen des Wörterbuchs möglicherweise nicht die magische Lösung für ein längeres Leben ist, könnte die Verbesserung unserer kommunikativen Fähigkeiten einen positiven Einfluss auf unsere langfristige Gesundheit haben.

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