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Das erstaunliche Geheimnis der Steine, die sich selbst in der Wüste bewegen

14 März, 2025

Ein Phänomen, das Wissenschaftler über ein Jahrhundert lang verwirrt hat, wurde endlich dank einer innovativen Studie erklärt.

Im trockenen und öden Landschaft des Todes Valley hat ein natürliches Rätsel sowohl Wissenschaftler als auch Touristen gleichermaßen fasziniert. Auf der Oberfläche der Racetrack Playa, einem 10.000 Jahre alten ehemaligen Seegrund, gleiten riesige Steine auf mysteriöse Weise, hinterlassen bis zu 460 Meter lange Spuren, die jeder Logik zu widersprechen scheinen. Dieses Phänomen der „wandernden Steine“, einige bis zu 320 Kilogramm, war Gegenstand von Theorien, die von orkanartigen Winden bis hin zu Eingriffen von extraterrestrischen Wesen reichen.

Ein unerklärliches Phänomen: Steine, die sich ohne Zeugen bewegen

Das Verwirrendste an diesem natürlichen Kuriosum ist, dass bis vor kurzem niemand das Bewegungsverhalten dieser Steine beobachtet hatte. Die Besucher fanden Steine in neuen Positionen, belegt durch die Spuren, die sie im Boden hinterließen. Einige Steine zeigten parallele Trajektorien und sogar synchronisierte Drehungen, als ob sie unter dem Einfluss einer unsichtbaren Kraft stünden.

Im Jahr 2011 beschlossen die wissenschaftlichen Cousins Richard D. Norris und James M. Norris, diesem Rätsel ein Ende zu setzen. Sie gründeten die „Slithering Stones Research Initiative“ und begannen, ein ausgeklügeltes Überwachungssystem zu installieren. Ihre Methodik umfasste die Platzierung von 15 GPS-ausgestatteten Steinen, Time-Lapse-Kameras und einer Wetterstation, um Variationen im Wind zu erfassen. Obwohl sie planten, bis zu zehn Jahre zu warten, lächelte das Glück ihnen früher als erwartet zu.

Erste Videoaufnahme der Bewegung

Im Dezember 2013 gelang es dem Team, die Bewegung der Steine auf Video festzuhalten, ein Moment, der einen Meilenstein markieren würde. In einer der Aufnahmen bewegten sich mehr als 60 Steine gleichzeitig und legten in verschiedenen Episoden bis zu 224 Meter zurück. Laut den Daten der Studie, veröffentlicht in PLOS ONE, bewegten sich die Steine mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 5 Metern pro Minute, ein interessantes Tempo für unbelebte Steine.

Das Geheimnis enthüllt: Eis und Wind in Racetrack Playa

Die Erklärung für dieses Phänomen stellte sich als eine Interaktion zwischen Eis und Wind heraus.

In den Wintermonaten bildet sich ein flacher Teich, der gefriert und eine dünne Eisschicht bildet. Wenn die Sonne beginnt, das Eis zu schmelzen, entstehen große schwimmende Platten, die, angetrieben von sanften Brisen von 4 bis 5 Metern pro Sekunde, die Steine in Mustern bewegen, die durch die Windrichtung und den Wasserfluss unter dem Eis bestimmt werden.

Dieses Naturschauspiel ist so selten wie faszinierend. Die Steine bewegen sich nur alle zwei oder drei Jahre, und ihre Spuren bleiben drei oder vier Jahre sichtbar. Die Steine, die aus Dolomit und Sienit bestehen, hinterlassen unterschiedliche Spuren je nach ihrer Oberfläche: die mit rauem Boden ziehen gerade Linien, während die mit glatter Basis dazu neigen, sich über den Strand zu schlängeln.

Trotz der Lösung des Rätsels bleibt die Racetrack Playa ein außergewöhnlicher Ort. Die „Steinrennen“ sind weiterhin eines der seltsamsten Spektakel der Natur, und sie live zu erleben, erfordert eine gute Portion Glück.

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